Wasser- und Zugvögel erhalten in der Schweiz mehr Schutz. Der Bundesrat hat am Mittwoch acht neue Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung ausgeschieden.
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In den 28 Reservaten für Wasser- und Zugvögel überwintert rund ein Viertel des Gesamtbestandes der Wasservögel der Schweiz.
Um den Schutz der überwinternden, ziehenden und brütenden Wasser- und Watvogelarten zu verbessern, werden acht neue Gebiete ins Inventar der Reservate von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Zunehmend werden die Schutzgebiete aber auch für Freizeitaktivitäten genutzt. Deshalb seien Drachensegelbretter, Modellflugzeuge und -boote, Ballone und Ähnliches in Wasser- und Zugvogelreservaten verboten.
Auch die Kantone erhalten mehr Spielraum. Bisher durften sie in diesen Gebieten nur die Wildschwein-, Reh- und Fuchspopulationen regulieren – aber nicht die Vögel.
Nun dürfen sie neu auch bei den fischfressenden Kormoranen eingreifen. Aber nicht durch Abschuss, sondern durch das Anstechen der Eier in den Nestern.
«Aktive Geburtenkontrolle», nennt dies Umweltminister Moritz Leuenberger, dafür «fällt in den Reservaten kein Schuss».
swissinfo.ch und Agenturen
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