1. August: Knisternde Feuer und glänzende Kinderaugen
Freude herrscht! Der Lampion ist bei den kleineren Kindern an einer Bundesfeier im Jahr 1942 ein "Hit".
Keystone
Kinder der Glarner Schule errichten einen Holzstapel für das Feuer der Bundesfeier, 1940.
Keystone
Vorbereitungen: Kinder in Gadmen im Kanton Bern mit ihren Lampions, 1946.
Keystone
Rütlischwur als Vorbild: Kinder bei einer Feuerstelle für das Bundesfeuer in Merlinge bei Genf, 1941.
Keystone
Mädchen beim Fackelzug in Grimentz im Val d'Anniviers, 1956.
Keystone
1. August für Gross und Klein: Mutter und Kind in der Tür ihres Hauses in Grimentz im Kanton Wallis, 1956.
Keystone
Kreise in der Nacht: Kinder spielen an der Bundesfeier in Le Sepey im Kanton Wallis mit Wunderkerzen, 1953.
Keystone
Am Schweizer Nationalfeiertag, dem 1. August, erfreuen sich besonders Kinder an Lampions und Feuerwerk. Wie war das in den 1940ern und 50ern? Ein Blick ins historische Bilderbuch.
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Als Mitglied unseres Multimedia-Teams konzentriere ich mich auf alles, was mit Bildern zu tun hat - Fotobearbeitung, Fotoauswahl, redaktionelle Illustrationen und soziale Medien.
Ich studierte Grafikdesign in Zürich und London, 1997-2002. Seitdem habe ich als Grafikdesignerin, Art Director, Bildbearbeiterin und Illustratorin gearbeitet.
Ob die Kindheit in der Schweiz oder im Ausland verbracht wurde: Manch eine und einer hat wohl nostalgische Erinnerungen an den Nationalfeiertag als Kind. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fielen viele der Feiern besonders im ländlichen Raum bescheiden aus – mit einem offenen Feuer und einer Festrede. Später kamen Lampions und Wunderkerzen dazu.
Heute gibt es besonders in den Städten oft Feuerwerke. Doch viele Gemeinden veranstalten keine offizielle Feier mehr. Der Nationalfeiertag fällt in die Sommerferienzeit – viele Leute sind im Urlaub oder benutzen den freien Tag, um einen Ausflug mit der Familie zu machen. Der 1. August ist erst seit 1994 ein arbeitsfreier Tag.
Ein ereignisloser Mythos?
Jährlich gefeiert wird der 1. August seit 1899, zu Beginn jeweils mit einem einfachen Glockengeläut in den Gemeinden. Zwar wurde im 19. Jahrhundert auf den Bundesbrief von 1291 Bezug genommen, um einen Nationalfeiertag festzusetzen – auch ein Bedürfnis des erstarkenden Nationalismus.
Historisch gesehen ist das Datum des 1. August jedoch umstritten: Es gibt keine eindeutigen Belege für ein besonderes Jubiläum. Deshalb fordern vermehrt Politikerinnen und Politiker sowie Bürgerinnen und Bürger, dass der Nationalfeiertag auf den 12. September gelegt werden sollte. An jenem Datum trat im Jahr 1848 die erste Bundesverfassung der Schweiz in Kraft.
In der Serie #swisshistorypics blicken wir in die Vergangenheit und zeigen historische Bilder aus Schweizer Kunst, Kultur und Sport.
Mehr
Mehr
Wie Schweizer weltweit den 1. August feierten
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zeigen, wie sie den Nationalfeiertag zelebrierten.
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch
Mehr lesen
Mehr
Sterben die 1.-August-Feiern aus?
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
In den meisten Gemeinden ist der 1. August ein Festanlass, immer mehr verzichten aber auf eine offizielle Feier. Schon jede achte feiert nicht mehr.
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch