Die 18-jährige Ursula Andress (links) mit US-Schauspieler Mel Ferrer und der italienischen Schauspielerin und Malerin Novella Parigini in Rom, Juli 1954. (Keystone)
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Andress mit James Dean 1954. Die beiden sollen kurz vor seinem Tod 1955 ein Paar gewesen sein. (The Kobal Collection/AFP)
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Der Auftritt, der zu Weltruhm führte: Standbild aus "James Bond – 007 jagt Dr. No" von 1962, mit Andress als jamaikanische Muscheltaucherin Honey Ryder. (Keystone)
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In den Armen von Elvis Presley in "Acapulco" (1963). Elsa Cardenas scheint den Rock'n'Roll-Star abzulenken. (Paramount/ The Kobal Collection/AFP)
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1965 mit Ex-Freund und Schauspieler Jean-Paul Belmondo im Pool in Frankreich. (Roger Violett/AFP)
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Pause mit Dean Martin auf dem Filmset von "Vier für Texas", 1963. (Warner Bros./ The Kobal Collection/AFP)
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Marcello Mastroianni liess sich für seine Rolle in "Das 10. Opfer" (1965) die Haare blondieren. Andress spielt die weibliche Hauptrolle. (Embassy/The Kobal Collection/AFP)
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Andress passend gekleidet für das Erstweltkrieg-Drama "Der blaue Max" (1966). (20th Century Fox/The Kobal Collection/AFP)
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Mit Peter Sellers in der James-Bond-Parodie "Casino Royale" (1967). Andress spielt die Rolle der Vesper Lynd. (Columbia/Famous Artists/The Kobal Collection/AFP)
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In "Der Stern des Südens" (1969) greift Andress zur Waffe. (Columbia/The Kobal Collection/AFP)
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Als Hauptdarstellerin mit David Warner in "Treffpunkt London Airport" (1970). (Archives du 7eme Art/AFP)
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Auch in "Herrscherin der Wüste" (1965) spielt sie die Hauptrolle, muss aber nicht zum ersten Mal wegen ihres starken Schweizer Akzents synchronisiert werden. (Hammer/The Kobal Collection/AFP)
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Mit Charles Bronson in "Rivalen unter roter Sonne" (1971). (Corona/Oceania/Balcazar/The Kobal Collection/AFP)
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Im umstrittenen Film "Die weisse Göttin der Kannibalen" von 1978, der gewagte Sexszenen und Gewalt an Tieren zeigte. (Photo12.com/AFP)
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Auch in "Africa Express" von 1975 geizt Andress nicht mit ihren Reizen. (Archives du 7eme Art/AFP)
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1988 mit den Schweizer Filmstars Ruedi Walter und Anne-Marie Blanc in "Klassezämekunft". (Keystone)
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Dramatischer Auftritt – nicht der erste – zur Feier des 50. Jubiläums der Premiere von "James Bond – 007 jagt Dr. No" im Bern 2012, dem ersten Bondfilm und ihrem Auftritt, der ihr zu Weltruhm verhalf. (Keystone)
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Der Schweizer Filmstar Ursula Andress feiert am 19. März ihren 80. Geburtstag. Sie ist sich bewusst, wie stark ein kleines Stück weissen Baumwollstoffs ihr Leben veränderte und ihre Karriere beflügelte.
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Ich schreibe Artikel über und für die Auslandschweizer:innen, über «die ungewöhnliche Schweiz» sowie tägliche/wöchentliche Briefings. Ausserdem übersetze, editiere und redigiere ich Artikel für die englische Redaktion und spreche Voiceover-Kommentare für Videos ein.
Ich bin in London geboren, habe einen Abschluss in Deutsch/Linguistik und war Journalist bei der Zeitung The Independent, bevor ich 2005 nach Bern gezogen bin. Ich spreche alle drei offiziellen Amtssprachen des Bundes und geniesse es, die Schweiz zu bereisen und sie zu üben, vor allem in Pubs, Restaurants und Gelaterias.
«Mein Auftritt als erstes Bondgirl in ‹Dr. No› gab mir die Freiheit, meine künftigen Rollen auszuwählen und finanziell unabhängig zu werden», sagte Andress 2001, bevor der Bikini, mit dem sie in diesem Film von 1962 dem Meer entstiegen war, für 98’700 Franken versteigert wurde.
Andress, die heute in Italien lebt, ist in Ostermundigen geboren worden, als Kind einer Schweizer Mutter und eines deutschen Vaters. Sie war in einigen Filmen aufgetreten, die man getrost vergessen kann – die meisten davon waren italienische Schmalspur-Produktionen, bevor sie für Dr. No für die Rolle der Honey Ryder ausgewählt wurde. Als jamaikanische Muscheltaucherin stand sie James Bond (Sean Connery) zur Seite.
Weil sie einen starken Schweizer Akzent hatte, musste ihre Stimme synchronisiert werden, doch das war dem Publikum egal. Wie sie dem Meer entstieg wie Botticellis Venus, mit zwei grossen Muscheln und einem Messer in den Händen, wurde sie über Nacht zum Star. Auch wenn sie es nicht wusste, hatte sie damals mit 26 Jahren den Zenit ihrer Karriere erreicht.
Die Rolle als Honey Rider brachte ihr 1964 einen Golden Globe als «Neuer Star des Jahres» ein, und ihr Name erschien gross auf den Plakaten von «What’s New Pussycat?» mit Woody Allen (1965). Sie spielte in den Jahren darauf an der Seite von Stars wie Elvis Presley, Frank Sinatra, Dean Martin, Jean-Paul Belmondo und Peter O’Toole.
Doch anspruchsvollere Rollen interessierten sie nicht. In den 1970er-Jahren drehte sie besonders in Italien viele Filme, vor allem B-Movies und Erotik-Komödien wie «Operation misslungen – Patient lebt» oder «Die weisse Göttin der Kannibalen». In den 1980er-Jahren versuchte sie es im Fernsehen und spielte in verschiedenen TV-Serien, darunter die US-Seifenoper «Falcon Crest».
Auf die Frage, warum sie sich 1965 für das Männermagazin Playboy ausgezogen habe, antwortete Andress: «Weil ich schön bin.» Generationen von Bond-Fans, die sie immer wieder zum «vollkommenen Bond-Girl» gewählt haben, werden ihr zweifellos zustimmen. Alles Gute zum Geburtstag, Ursula Andress!
(Text: Thomas Stephens; Bildredaktion: Ester Unterfinger)
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