Der berühmte Crystal Palace (Kristallpalast) im Londoner Hyde Park. Die weltweit erste Stahl-Glas-Konstruktion war 1851 das Wahrzeichen der ersten offiziellen Weltausstellung. Er fiel 1936 einem Grossbrand zum Opfer.
akg-images
Ebenfalls ein Grossbrand zerstörte 1937 den grossen Kuppelbau der Weltausstellung von 1873 in Wien, die Rotunde auf dem Pratergelände. Bis zum Brand hatte sie als Austragungsort zahlreicher Ausstellungen und Veranstaltungen gedient.
wikimedia.org
Bau des 324 Meter hohen Eiffelturms 1888. Ohne das Wahrzeichen der Expo 1889 wäre Paris heute irgendwie undenkbar. Bis 1930 war der nach seinem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm das höchste Bauwerk der Welt.
Keystone
1900 fand bereits die fünfte Weltausstellung in Paris statt. Die Schweiz präsentierte sich mit einem klassischen Holzpavillon im Stil der Jahrhundertwende, während die meisten anderen Länder regelrechte Paläste aus Mauerwerk zeigten.
akg-images
Besucherinnen und Besucher der Weltausstellung 1937 in Paris wurden mit einem Bähnchen transportiert. Unheil verkündend standen sich der deutsche Reichsadler (rechts) und die Hammer und Sichel tragenden Figuren des russischen Pavillons (links) auf dem Gelände gegenüber.
AFP
Das Atomium ist das Wahrzeichen der Expo 1958 in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Es sollte nach sechs Monaten wieder abgebaut werden. Erst wenn Revisionsarbeiten anstehen, wird sichtbar, wie gross die einzelnen Kugeln des Bauwerks sind.
Keystone
1962 fand die Weltausstellung "Century 21 Exposition" in Seattle, USA, statt. Zwar misst die zu diesem Zweck erbaute Space Needle lediglich 184 Meter, trotzdem schaffte es der Turm, zum unverkennbaren Wahrzeichen der Stadt zu werden. Im Hintergrund der Vulkan Mount Rainier.
AFP
Blick auf das Ausstellungsgelände der "Expo-67" in der kanadischen Millionenstadt Montreal, die grösstenteils auf den zwei Inseln Sainte-Hélène und Notre-Dame im Sankt-Lorenz-Strom stattfand.
AFP
Die "Expo '70" fand 1970 in einem Vorort der japanischen Wirtschaftsmetropole Osaka statt. Es war die erste Weltausstellung in Asien. Der Schweizer Pavillon wurde von einem riesigen Lichtgebilde überdacht.
akg-images
1992 provozierte der französische Künstler schweizerischer Herkunft Ben Vautier im Schweizer Papierturm im spanischen Sevilla mit der Aussage "Die Schweiz existiert nicht". Dies führte im Inland zu einem Kulturskandal und wurde kontrovers debattiert.
Keystone
Das riesige EXPO-Logo am Eingang zur Weltausstellung 1998 in Lissabon. Das Wahrzeichen der Expo 98, der Torre Vasco da Gama, ist mit seinen 145 Metern auch heute noch das höchste Gebäude Portugals.
Keystone
Der Klangkörper Schweiz des Architekten Peter Zumthor (2.v.r.) sorgte 2000 beim Publikum im norddeutschen Hannover für Begeisterungsstürme. Auch der damalige Bundespräsident Adolf Ogi (2.v.l.) zeigte sich erfreut über den Schweizer Holzpavillon.
Keystone
Schlange stehen, um den Berg zu sehen. An der Expo 2005 in der Nähe der japanischen Stadt Nagoya brauchte es Geduld, um den Schweizer Pavillon zu besichtigen. Mit tontechnisch ausgerüsteten Taschenlampen liessen sich Ausstellungsstücke im Schweizer Berg erkunden, bevor dieser schliesslich "erklommen" und das obligate "Touristenfoto" gemacht werden konnte.
Keystone
Die Expo 2008 im nordspanischen Saragossa stand unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung", wie hier an einem Pavillon illustriert wurde. Ein markantes Bauwerk war der Brücken-Pavillon der Stararchitektin Zaha Hadid.
Keystone
Die Sesselbahn auf dem Schweizer Pavillon war eine der grossen Attraktionen der Expo 2010 in der chinesischen Millionenstadt Shanghai – zumindest, wenn sie funktionierte. Laut offiziellen Angaben stand der Lift während rund 40% der Ausstellungsdauer aus verschiedenen Gründen still. Trotzdem war der Pavillon einer der beliebtesten.
Keystone
Das "Grosse O", das Wahrzeichen der letzten Weltausstellung 2012 in der südkoreanischen Küstenstadt Yeosu. Das Thema der Expo war "Lebendiger Ozean, lebendige Küste". Die Schweiz zeigte in ihrem Pavillon einen 4000 Jahre alten Eisbohrkern aus dem Gornergletscher.
Keystone
Seit 163 Jahren haben zahlreiche Länder Weltausstellungen veranstaltet. Die Schweiz hat sich an fast allen als Gastland beteiligt, aber noch nie selber eine Weltausstellung ausgerichtet. Dafür stiessen ihre Pavillons in den letzten Jahren bei Millionen Besuchern auf grosses Interesse.
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Heute sind es keine grossen Wahrzeichen mehr, die eine Weltausstellung auszeichnen. Vielmehr steht das gemeinsame Thema im Zentrum, unter dem die teilnehmenden Länder ihre Auftritte gestalten.
Das war bis im 20. Jahrhundert noch anders: Die letzten grossen und die Zeit überdauernden Wahrzeichen einer Weltausstellung sind die Space Needle in Seattle (1962) und der Torre Vasco da Gama in Lissabon (1998).
Davor waren unter anderen der Crystal Palace in London (1851, abgebrannt 1936), der Eiffelturm in Paris (1889) und das Atomium in Brüssel (1958) errichtet worden. Sie waren Ausdruck des Konkurrenzkampfs zwischen den industrialisierten Nationen.
Doch neben diesen Bauwerken gab und gibt es an Weltausstellungen auch immer wieder architektonische Meisterleistungen, unorthodoxe Ideen und Entwürfe für ein besseres Zusammenleben zu entdecken.
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch
Mehr lesen
Mehr
Weltausstellung: Von der Leistungsschau zum Erlebnis
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
«Man könnte frühere Weltausstellungen als eine Art Olympische Spiele von Wirtschaft und Industrie bezeichnen», sagt der Historiker Marco Marcacci. Die ersten Weltausstellungen 1851 in London, 1853 in New York und 1855 in Paris seien klar im Zusammenhang mit der anbrechenden Industriegesellschaft und dem wissenschaftlichen Positivismus des 19. Jahrhunderts gestanden. «Gleichzeitig diente eine Expo als Schaufenster…
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch