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Strassensperrung im Schnee

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Der Winter ist da, für das Wochenende ist wieder Schnee bis ins Flachland angesagt.

Während sich die Städter:innen auf Wintersport in den Bergen freuen, beobachten die Bewohner:innen des Bergdorfs Sarreyer im Wallis das Wetter genau. Wird die einzige Strasse ins Dorf zugeschneit, sind sie von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Städter:innen haben dafür andere Probleme wie zum Beispiel die Angst, ihre Mietwohnung zu verlieren. Gerade erhielten in Zürich kurz vor Weihnachten 250 Menschen die Kündigung wegen einer angekündigten Totalsanierung.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz

person nutzt chatgpt am computer
Keystone / Christian Beutler

Zürich wird zum führenden KI-Zentrum in Europa: Open AI eröffnet ein Büro.

Zürich ist die Hauptstadt der Künstlichen Intelligenz (KI) der Schweiz. Dieses Verdikt hat der Zuzug der Firma Open AI besiegelt. Open AI ist die Anbieterin von ChatGPT, einer KI, die Text generieren und Fragen beantworten kann.

In Zürich wollen die Forschenden die multimodale KI vorantreiben, die Text, Bilder und Töne kombinieren kann. Dafür hat Open AI der Konkurrentin Google drei führende Forscher abgeworben, die in der Schweiz arbeiten werden, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt. Vor Open AI haben sich schon die Firmen Nvidia und AI Institute aus der KI-Branche in Zürich niedergelassen.

Der Zuzug von Open AI sei der Ritterschlag für Zürich, heisst es vom Standortmarketing Greater Zurich Area. Mark Chen von Open AI nennt Zürich ein «führendes europäisches Technologiezentrum». Auch Apple, Disney, Huawei, Microsoft und Meta sind schon da. Und wer profitiert von der neuen KI-Kompetenz in Zürich? Im KI-Bereich entstehen nicht nur Jobs für eine intellektuelle Elite, sagt der Standortmarketing-Verantwortliche. Auch herkömmlichen Branchen würde diese Entwicklung Vorteile bringen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Katy Romy

Soll die Schweiz ihre Industrie unterstützen? Wenn ja, wie?

Muss der Staat eingreifen, wenn einzelne Branchen ums Überleben kämpfen? Was denken Sie?

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farbige Häuser in Zürich
Keystone

Massenkündigung in Zürich: Frau erbt drei Wohnblöcke und schickt 105 Mietparteien die Kündigung.

Wir bleiben in Zürich. Vis-à-vis der Geleise, auf der anderen Seite der Europaallee, wo die Techfirmen sich gerne niederlassen, ist das passiert, was viele Mieter:innen in Schweizer Städten fürchten: 105 Mietparteien haben wenige Wochen vor Weihnachten die Kündigung erhalten. Über 250 Menschen müssen bis Ende Februar ihre Wohnungen verlassen haben.

Die farbigen Blöcke wurden Ende der 90er-Jahre fertiggestellt. Ihr Erbauer, Leopold Bachmann, wollte preisgünstige Wohnungen für Familien schaffen. Er ist vor drei Jahren verstorben. Wie 20 Minuten berichtete, wurde diesen Herbst die Erbteilung vollzogen, die Blöcke gehören nun seinen Kindern.

Die Massenkündigung betrifft die drei Häuser einer Erbin, als Grund wird eine Totalsanierung angegeben. Die anderen Erben geben an, dass sie der Ideologie ihres Vaters treu bleiben werden. Die Kündigungen haben in Zürich hohe Wellen geworfen. Auch rechte Politiker:innen empören sich über das Vorgehen, schoben jedoch die Schuld nach links, da aufgrund der links-grünen Energiepolitik weitere solche Totalsanierungen folgen würden.

Ortsschild Sarreyer
RTS/19h30

Der Bau der Seilbahn verzögert sich, die Strasse wird bei Lawinengefahr geschlossen. Je nach Wetter droht den Bewohner:innen von Sarreyer die Isolation.

Eine Wohnungskrise gibt es im Dorf Sarreyer im Kanton Wallis vermutlich nicht. Dort fürchten die Menschen etwas anderes, nämlich, dass sie nicht mehr aus ihrem Dorf rauskönnen.

Die Hauptstrasse nach Sarreyer wurde im Sommer von Murgängen zerstört. Der einzige Zugang zum Dorf ist momentan ein Umweg über eine Forststrasse. Diese ist zwar asphaltiert, bei starkem Schneefall oder Lawinengefahr droht jedoch die Sperrung.

Damit das Bergdorf oberhalb des Tals bei jedem Wetter erreicht werden kann, wird eine Gondelbahn gebaut. Doch das Projekt verzögert sich, die Eröffnung ist erst für Februar vorgesehen.

«Während sie auf die Seilbahn warten, beobachten die Bewohner:innen aufmerksam das Wetter», schreibt das Westschweizer Fernsehen RTS. Der Gemeinderat hat einen Notfallplan erstellt, falls die Gemeinde Stunden oder gar Tage von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Der Plan betrifft besonders den Rettungsdienst und die Schulkinder, die in Verbier den Unterricht besuchen. Die Bewohner:innen scheinen die Situation jedoch gelassen zu nehmen: «Wir sind halt Leute aus den Bergen. Wir wissen, dass wir zuhause bleiben und ausschlafen, wenn eine Lawine kommt», sagt eine Einwohnerin zu RTS.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Claire Micallef

Welche psychischen Herausforderungen mussten Sie nach Ihrer Auswanderung aus der Schweiz überwinden?

Trotz der Freude auf etwas Neues, kann Auswandern psychisch belastend sein. Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen – auch vertraulich via E-Mail möglich.

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Pöstler vor dem Haus
Keystone / Gaetan Bally

Unterstützung für Printmedien in der Schweiz: Nach dem Nationalrat spricht sich auch der Ständerat für die indirekte Presseförderung aus.

Am Montag hat die Wintersession des Parlaments begonnen. Heute erreicht uns Journalist:innen eine gute Nachricht aus dem Bundeshaus: Nach dem Nationalrat hat sich nun auch der Ständerat dafür ausgesprochen, die indirekte Presseförderung aufzustocken.

Bei der indirekten Presseförderung geht es um die Zustellung von Zeitungen. Bisher zahlte der Bund mit 30 Millionen Franken pro Jahr, damit die Post Regional- und Lokalzeitungen zu einem ermässigten Preis zustellte. Der Gaillard-Sparplan sieht vor, diese Unterstützung der Printmedien ganz zu streichen, doch das wollte der Bundesrat nicht.

Der Nationalrat sprach sich im September für eine Erhöhung des Beitrags auf 45 Millionen Franken aus, um kleinere und mittlere Verträge in der Umbruchphase zur digitalen Transformation zu unterstützen. Heute hat nun auch der Ständerat der Vorlage zugestimmt, allerdings mit einem Betrag von 40 Millionen Franken.

Model in Haute Couture
Keystone / Jean-Christophe Bott

Die Schweiz im Bild

Im Sport und in der Mode steht der Körper im Fokus, auf unserem heutigen Bild des Tages ist er umhüllt von einem Kunstwerk des Walliser Modedesigners Kevin Germanier. Das Outfit wurde an der Eröffnung der Ausstellung «Mode et sport, d’un podium à l’autre» im Olympischen Museum in Lausanne gezeigt.

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