Bergfink (Fringilla montifringilla)
Der Bergfink zieht aus Nordeuropa und Sibirien nach West-, Mittel- und Südeuropa. In gewissen Jahren können in der Schweiz Schwärme von mehreren Millionen Vögeln beobachtet werden.
Seidenschwanz (Bombycilla garrulus)
Zwar in geringerer Anzahl, doch in den Wintermonaten regelmässig in der Schweiz anzutreffen: der wunderschöne Seidenschwanz. Sein Brutgebiet befindet sich in der Taiga rund um den Nordpol.
Kormoran (Phalacrocorax carbo)
Bereits im Herbst treffen grosse Schwärme auf unseren Seen ein. Die perfekten Taucher jagen oft gemeinsam. Dies garantiert einen höheren Jagderfolg - zum Ärger der Fischer.
Kolbenente (Netta rufina)
Vor noch nicht allzu langer Zeit ein seltenes Ereignis. Heute ist die Zahl der Überwinterer stark gestiegen. Dies ist auf die verbesserte Wasserqualität zurückzuführen. Die Kolbenente ist ein reiner Pflanzenfresser.
Brandgans (Tadorna tadorna)
Als typischer Küstenvogel tritt die Brandgans vermehrt in Binnengewässern Zentral- und Osteuropas auf. In der Schweiz beobachtet man seit den 70er-Jahren eine deutliche Zunahme von Durchzüglern und Überwinterern.
Reiherente (aythya fuligula)
Im Winter die häufigste Entenart auf unseren Gewässern (100'000-150'000). Sie profitiert stark von der Einwanderung der Wandermuschel, von der sie sich mit Vorliebe ernährt. Mittlerweilen brüten bereits zirka 150 Paare in der Schweiz.
Fischadler (Pandion haliaetus)
Wurde leider in der Schweiz vor rund 100 Jahren ausgerottet und konnte bis heute nicht mehr Fuss fassen.
Wachtelkönig (Crex crex)
Dieser auf extensiv genutzte Mähwiesen angewiesene Vogel ist vom Aussterben bedroht. Zwar werden im Frühjahr immer wieder Rufe vernommen, doch sichere Bruten bleiben seit 2004 aus.
Steinkauz (Athene noctua)
Infolge des Rückgangs der Hochstamm-Obstgärten ist der Bestand des Steinkauzes in unserem Land stark geschrumpft. Heute sind nur noch drei Restpopulationen im Grenzraum Frankreich, Deutschland und Italien bekannt.
Flussuferläufer (Actitis hypoleucos)
Die letzten 100 Brutpaare der Schweiz brüten in naturnahen Flussauen der Alpen und Voralpen.
Wiedehopf (Upupa epops)
Mit dem prächtigen Kopfschmuck, dem orangebräunlichen Gefieder und den breiten, schwarzen und weissen Bändern auf Schwingen und Schwanz wirkt der Wiedehopf wie ein exotischer Vogel. Er stellt hohe Ansprüche an seinen Lebensraum. Besonders ein üppiges Angebot an Grossinsekten und geeignete Bruthöhlen müssen vorhanden sein. In der Schweiz findet er nur noch in wenigen Gebieten ein Auskommen.
Bienenfresser (Merops apiaster)
Dieser farbenprächtige, elegante Vogel wird auch Juwel der Lüfte genannt. Seit 1991 (erste Brut in der Schweiz) nehmen die Brutplätze stetig zu. Heute sind bereits 12 Kolonien bekannt.
Ein Jahrhundertwerk der Schweizer Vogelkunde.
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Umfassend wie nie zuvor werden in diesem Buch das Vorkommen, die Biologie und der Schutz aller 419 in der Schweiz und im grenznahen Ausland nachgewiesenen Vogelarten präsentiert. Die einzigartige Kollektion von 2370 Fotos zeigt alle Brutvögel, Durchzügler, Wintergäste und Seltenheiten in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und macht die Vielfalt der heimischen Vogelwelt sichtbar.
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